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Yogapraxis

Welche Yogamatten gibt es?

Welche Yogamatte ist für welchen Yogastil geeignet?

Wo werden Yogamatten am besten gekauft?             


Yogamatte - kurz gefasst

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Yogamatten, die heute im Yoga verwendet werden:

Yogamatte rutschfest - aus Kunststoff leicht transportierbar, rollbar oder faltbar: Nimmt wenig Platz weg, isoliert gegen Bodenkälte. Diese Matten sind besonders geeignet, wenn man nicht so schwer tragen möchte, wenn man die Yogamatte zum Beispiel regelmäßig mit ins Yoga Zentrum nehmen will. Rutschfeste Yogamatten sind auch besonders geeignet für Yogastile mit viel Standhaltungen und Sprungvariationen.

Yogamatte Komfort rutschfest - extra dicke Yogamatten für mehr Komfort und Wohlbefinden. Sie dämpfen besser, sind weicher und wärmer und bei Knieproblemen angenehm. Yoga Komfortmatten sind besonders für Yogastile geeignet, die mehr Asanas im Sitzen und Liegen enthalten und natürlich sind sie auch schwerer als die einfachen Yogamatten.

Optimalerweise ist die Yogamatte auch waschmaschinenfest, besonders wenn viel dynamisch geübt wird und du schnell ins Schwitzen kommst. Die Reinigung mit einem feuchten Tuch funktioniert aber auch. Wenn die Yogamatte regelmäßig transportiert werden soll, zum Beispiel oft mit ins Yoga Zentrum genommen wird, ist das Gewicht ein Kriterium. Je dicker die Matte, um so schwerer wird sie natürlich. Dafür ist das Dämpfungsvermögen aber auch höher, das kann bei Knie- oder Sprungübungen vorteilhaft für die Gelenke sein.

Wo kauft man am besten eine Yogamatte?

Wenn du schon einmal in einem Yoga Vidya Ashram oder Center warst und dir gefallen die einfachen Yogamatten, die dort zur Verfügung stehen, dann kannst du gleich hier eine in unserem Onlineshop kaufen. Wir haben auch höhere Matten oder Yogamatten aus Kautschuk und anderen natürlichen Materialien. Ansonsten wird dein Yogalehrer dir sicher auch eine gute Matte empfehlen, die sich optimal für den Yogastil eignet, den du bei ihm/ihr lernst.

Yogamatte SPEZIAL
20,00 € *
Yogamatte KURMA XL
65,00 € *

Braucht man überhaupt eine Yoga Matte?

Um mit Yoga anzufangen, braucht man keine spezielle Yoga Matte. Man kann einfach eine Decke oder ein Saunatuch auf einen Teppich legen und mit Yoga beginnen. Manche nutzen auch einen Flickenteppich als Yogamatte: damit ist man der traditionellen indischen Yogamatte schon recht nahe. Wer einen Bettvorleger zuhause hat: Auch darauf lassen sich viele Asanas sehr gut üben.

Muss man sich eine Yogamatte zulegen, bevor man in ein Yogazentrum geht?

Manche überlegen: Muss ich mir schon vor meiner ersten Yogastunde eine Yogamatte und spezielle Yogakleidung zulegen? Nein, das brauchst du nicht. Normalerweise kannst du die Yogamatten der Yogaschule nutzen und einfach bequeme Sportkleidung anziehen.

Wenn du dich dann entschieden hast, Yoga regelmäßig zu üben, ist eine rutschfeste Yogamatte für den Sonnengruß oder die Heldenvariationen und andere Standhaltungen aber schon von Vorteil und auch sicherer.


Yogamatten im alten Indien

Traditionell üblich in Indien waren Yogamatten aus Naturmaterialien, zum Beispiel:

Yogamatte aus Kokosfasern
Kokosfasern sind recht hart, durchaus auch robust, eher für die "Asketen" unter den Yoga-Praktizierenden

Yogamatte aus Jute
Jute ist ebenfalls ein etwas raues, robusteres Material - auch eher für die "Hardcore Yogis"

Yogamatte aus Sisal
Auch Sisal war in manchen Teilen Indiens ein Material, aus denen Yoga Matten gemacht wurden.

Swami Sivananda auf einem Tierfell als Yogamatte

Tierfelle
Die "klassische" Yogamatte in Indien war das Tierfell. Tierfelle als Unterlage für Meditation, Pranayama oder Yoga Asanas findet man beschrieben in vielen alten Yoga Schriften: Bhagavad Gita, Veden, Mahabharata, Yoga Vashistha, Hatha Yoga Pradipika, etc. Allerdings muss man wissen: Dafür sollten keine Tiere getötet werden. Vielmehr nahm man Felle von Tieren, die natürlich gestorben waren.

Tierfelle haben den Vorteil, dass sie wasserdicht sind, z.B. wenn Yoga draußen geübt wird und es vorher geregnet hat. Sie sind unten rutschfest und oben weich. Im Yoga gilt aber: Ahimsa Parama Dharma: Nichtverletzen ist die höchste Pflicht. Man sollte unter keinen Umständen für Yoga etwas nehmen, für das ein Tier getötet wurde. Daher ist heute das Tierfell keine Option mehr - auch wenn vom "Uryogi" Shiva auch heute Bilder mit Tigerfell zu sehen sind und es sogar "gestellte" Fotos von Swami Sivananda auf einem Tigerfell gibt - normalerweise saß Swami Sivananda allerdings auf einer einfachen Decke.

Teppich als Yoga Matte
Bis vor ein paar Jahren wurde Hatha Yoga normalerweise auf einer Art Yogateppich geübt: Diese Teppiche konnten gewebt oder geknüpft sein. Sie waren billig, praktisch, weich. Sie sahen ähnlich aus wie Bettvorleger bzw. Flickenteppiche, hatten zum Teil auch sehr schöne Ornamente. Das Material war meist Baumwolle. Nachteil: Die Yoga Teppich-Matten sind nicht sehr stabil. Gerade wenn man regelmäßig den Sonnengruß (Surya Namaskar) auf diesem Yoga Teppich macht, löst er sich in ein paar Monaten von der Mitte her auf. Heutzutage sind auch in Indien meistens die Kunststoffmatten ("Sticky Mats") üblich.


Alternativen zur Yogamatte

Du hast grad keine Yogamatte? - Yoga üben geht auch so:

Mehrfach gefaltete Decke
Je nach Größe kannst du eine Decke 1 oder 2 Mal falten. Das ist dann zwar nicht rutschfest - für den Sonngruss nicht ganz so günstig und bei den Standpositionen hast du nicht so guten Halt. Dennoch wurde in den 60er, 70er und 80er Jahren vielfach Yoga auf diese Weise geübt. Wenn du also mal irgendwo bist und deine Yogamatte vergessen hast - kein Problem - sogar eine Bettdecke kann für die Yogapraxis als Unterlage dienen.

Iso-Matte
Manche haben noch aus ihrer Camping-Zeit eine Iso-Matte. Auf einer Iso-Matte kannst du sehr gut Yoga üben. Iso-Matten sind leicht und weich - gerade auf Parkett, PVC oder Steinfußboden sind sie sehr gut. Und wenn du Yoga mal draußen machen willst, sind Iso-Matten einfach am praktischsten: Leicht zu reinigen, wasserfest: Du kannst also auch nach dem Regen Yoga draußen üben.

Handtuch
Sogar ein kleines Handtuch kann ausreichen: Am wichtigsten ist ja, dass das Gesicht nicht den Boden berührt. Besser ist natürlich ein Duschtuch oder Badetuch. Ein Strandtuch hat meist die richtige Größe: Da geht der ganze Körper drauf und es ist auch nicht so schwer. Braucht also auch nicht so viel Platz in der Waschmaschine und so viel Zeit beim Trocknen. Auch Sauna-Tücher sind geeignet, am besten von der schmaleren Sorte. 

Matratze
Ja, auch auf der Matratze kannst du Yoga üben. Sonnengebet erfordert etwas mehr Körperbeherrschung, Kopfstand ist kaum, Skorpion gar nicht möglich, aber fast alles andere geht. Das ist manchmal im Urlaub oder auf Geschäftsreise die einfachste Weise, Yoga zu üben.

Alternativen zur YogamatteBastmatte
Was auch immer du als Unterlage für Strandurlaub oder Schwimmbadbesuch nimmst, geht auch für die Übung von Yoga Asanas.

Teppich
Flickenteppich, Bettvorleger, Orient-Teppiche - praktisch alles ist auch zum Yoga geeignet.

Gymnastikmatte, Fitnessmatte, Pilatesmatte
Natürlich kannst du auch mit diesen Matten wunderbar Yoga praktizieren.

Bei allem gilt: achte auf Hygiene. Wenn du darauf verzichtest, den Kopf auf den Boden zu geben, also manche Yoga Übungen abwandelst und dir nach der Yoga Praxis die Hände wäschst, kannst du auch direkt auf dem Fußboden üben.

Natürlich: Eine richtige Yogamatte ist schon etwas Feines. Darum wird von Yogalehrern, die gefragt werden: "Was soll ich zuhause praktizieren?" ja auch gern gesagt: "Breite deine Matte aus". Denn das Ausbreiten der Yogamatte bringt dich in die Stimmung für Yoga - dann erwacht auch die Intuition und du kannst gut üben.


Welche Größe sollte eine Yogamatte haben?

Eine Matte sollte am besten noch in die Waschmaschine passen. Je kleiner und dünner die Matte, umso einfacher ist das. Matten die nicht waschmaschinenfest sind wie z.B. manche Naturkautschukmatten können auch mit einem Schwamm abgewaschen werden. Die meisten Yogamatten haben die Größe 60 x 200 cm oder 60 x 180 cm.


Welche Yogamatte für welchen Yogastil?

Je nach Yoga-Art oder Yoga Stil eignet sich die eine oder andere Matte besser. Grundsätzlich: Wer mehr dynamische Übungen, mehr Sonnengruss, mehr stehende Asanas übt, für den ist eine dünnere rutschfeste Matte gut. Wer sanfter übt, mehr Boden-Übungen praktiziert, schmerzempfindlicher ist oder es gerne etwas gemütlicher hat, nimmt besser eine Yogamatte, die mindestens 4.5 mm hoch ist, besser noch 5 - 6 mm.

Der Yoga Vidya Yogastil kann ganz unterschiedliche Ausprägungen haben. Wenn du den Yoga Vidya Stil eher dynamsich übst, bist du mit einer dünnen Kunststoffmatte am besten bedient. Wenn du sanfter übst, dann nimm eine dickere Yogamatte oder lege die Kunststoffmatte auf einen weichen Teppich. Bei Ashtanga Yoga, Iyengar Yoga, Bikram Yoga ist die dünne Yogamatte am besten, bei sanften Yoga Arten wie Vini Yoga, Yesudian Yoga, Yogatherapie, Yoga nach Kaivalya Dham, Satyananda Yoga etc. sind dickere Yogamatten besser geeignet. Letztlich kommt es darauf an, dass du dich wohl fühlst. 

Die beste Yogamatte ist diejenige, die dir hilft, regelmäßig und bewusst Yoga zu üben

Letztlich bist du selbst dir dein bester Guru und auf gewisse Weise wird deine Yogamatte zu deinem Ashram, also zum Ort der Yoga Praxis.

So, nach dem viel über Yogamatten geschrieben wurde, hier mal eine Yoga Vorführung auf Video